TSV Hohenstaufen : SSV Göppingen       1:5

Aufgrund der Problematik, dass aktuell vier Spieler gesperrt sind und der Stammtorwart noch länger verletzungsbedingt ausfällt, wurde die Mannschaft kräftig durchrotiert. Hohenstaufen trat jedoch von Beginn so auf, als ob dies die stärkste Mannschaft sei und schon immer so aufgeboten wurde.

Bereits in der 4. Minute schickte Suban den Rechtsaußen Steinmetz per Gassenball auf die Reise, dieser konnte im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß setzte Schwilk jedoch links neben das Tor. Der SSV zeigte sich von dieser Aktion nicht sonderlich geschockt, durch schnelle Bälle in die Schnittstelle der Staufener Abwehr konnte sich der Gast etliche Strafraumaktionen erarbeiten. Jedoch war ein Bein, ein Kopf oder der Torwart stets zur Stelle um schlimmeres zu verhindern. Hohenstaufen stand sehr tief im eigenen Feld und versuchte gar nicht spielerisch mitzuhalten, konnte aber aufgrund guter Zweikampfführung im Mittelfeld auch den einen oder anderen Torschuss verbuchen. Nach knapp zehn Minuten landete ein Abwurf des Staufener Torwarts beim gegnerischen Stürmer, der konnte aber diese Großchance glücklicherweise nicht nutzen. Kurz darauf entwischte abermals ein gegnerischer Stürmer nach einen Schnittstellenball, diese Chance konnte Schettle jedoch noch in letzter Sekunde entkräftigen. In der 28. Minute war es dann aber soweit: der SSV spielte abermals einen Schnittstellenball auf den Syrischen Linksaußen und dieser lupfte den Ball über den herauseilenden Heimtorwart ins Netz zur Führung. An diesem Tage war der TSVH durch das Gegentor allerdings nicht aus der Ruhe zu bringen und spielte die vorgegebene Marschroute konsequent weiter. Nach 30. Minuten konnte Suban den Ball einem gegnerischen Abwehrspieler abluxen, blieb jedoch am Torwart hängen. Kurz vor der Halbzeit wurde es dann nochmals eng im Strafraum der Grün-Weißen: nach einem Eckball prüfte Kuhn mit einem strammen Rückpass seinen eigenen Torwart, der zeigte mit einer starken Parade warum er dort aufgestellt wurde.

Leider begann die zweite Halbzeit sehr unglücklich: nach einem Freistoß an der Strafraumkante konnte die Staufener Abwehr den Ball nicht richtig klären. Diese Chance ließ sich der Syrische Goalgetter nicht entgehen und netzte zum 0-2 ein. Wer nun dachte, dass Hohenstaufen einbricht, lag weit daneben. Nach 52. Minuten konnte Schettle nach einem starken Gassenball auf 1-2 verkürzen. In der 60. Minute wurde ein Einwurf von Hohenstaufen abgefangen und durch das schnelle Umschaltspiel der Syrer die Heimmannschaft ausgekontert, der Ball sprang jedoch vom Pfosten ins Aus. Mit einem Pass in die Tiefe tauchte der SSV in der 69. Minute abermals gefährlich vor dem Staufener Tor auf, der Schuss konnte jedoch durch einen Abwehrspieler noch von der Linie gekratzt werden. In der 80. Minute legte sich ein gegnerischer Stürmer den Ball im Strafraum zu weit vor, wurde aber durch das unnötige Einschreiten eines Staufener Abwehrspielers zu Fall gebracht, der Schiedsrichter entschied berechtigterweise auf 11m. Dies bedeutete das 1-3. In den verbleibenden zehn Minuten musste der Torwart der Heimmannschaft noch zwei Mal den Ball aus dem Netz holen, der Schiedsrichter pfiff pünktlich beim Stand von 1-5 das Spiel ab.

Lange Zeit konnte den Syrern aus Göppingen Paroli geboten werden, bekamen aber in den letzten zehn Minuten doch noch drei Tore eingeschenkt. Mit ein „bisschen“ mehr Glück wäre an diesem Tage ein Punkt drin gewesen. Letztendlich muss gesagt werden, dass die Niederlage zu hoch ausgefallen ist, der Gast aber die Punkte verdient mitnimmt.

An Allerheiligen (01.11.2020) ist die zweite Mannschaft des SV Göppingen zu Gast in Hohenstaufen, an diesem Tage wird auch Spielertrainer Schäfer wieder mit ins Geschehen eingreifen können. Mit einer tatkräftigen Unterstützung der Zuschauer sowie der gleichen couragierten Einstellung wie gegen den SSV sollten dann drei Punkte für Staufen im Bereich des Möglichen sein.

Der TSV Hohenstaufen spielte mit folgender Aufstellung:

Michael Hildenbrand, Kevin Kuhn, Luca Rohmann, Hannes Gärtling, Peter Schettl, Timo Schwilk, Eduard Komar, Jan Mayländer, Stephan Maier, Marco Steinmetz, Dimitry Suban, Marcus Gaus, Gunnar Mayer, Lukas Wahl, Julius Hirsch